Geistliches Wort

 

 

20.12.22

(Friedbert Simon; www.pfarrbriefservice.de)

Zwischen den Jahren“   –   so nennen wir die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Eine Zeit dazwischen. Zwischenzeit. Eine Zeit zwischen Altem und Neuem, zwischen Rückschau und Ausschau, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Eine wertvolle Zeit, die Gelegenheit gibt, einmal an- und innezuhalten, rückwärts und vorwärts zu schauen.

Wie wäre es damit? Den Kalender des Jahres 2022 zur Hand zu nehmen und die vielen Ereignisse und Begegnungen Revue passieren lassen. „Meine Zeit“ des Jahres 2022 noch einmal anschauen. Was hat mich bereichert, erleichtert, beschwert, glücklich, froh oder traurig gemacht? Wofür bin ich dankbar? Woran bin ich fast zerbrochen? Was hat sich gelöst? Was ist und bleibt noch unerlöst?                                                              Vielleicht stehen im Kalender 2023 schon einige Termine. Termine, auf die ich mich freue, die ich herbeisehne oder Termine, die mir eher ein flaues Gefühl machen. „Meine Zeit“ des Jahres 2023 in den Blick nehmen. Stehen Entscheidungen an? Wird es Veränderungen geben? Was kann ich beeinflussen, was nicht? Was erhoffe ich? Wovor habe ich Angst?

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ lesen wir im Psalm 31, Vers 16. Der Beter meint Gottes Hände. Er ist überzeugt davon, dass seine Zeit sich nicht in ein Nichts verflüchtigt oder sich in Bedeutungslosigkeit auflöst. Er ist überzeugt davon, dass seine Zeit aufgehoben und wertgeschätzt ist. Jeder Tag, jede Minute, jede Sekunde! Im Gotteslob finden Sie unter der Nr. 784 ein Lied, in dem es heißt: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.“

Mögen Sie behütet, begleitet und gesegnet durch das neue Jahr gehen!

Ihre Gemeindereferentin Marie-Luise Bittger