Gesegnete Weihnachten

(Bild: Doris Hopf, dorishopf.de; www.pfarrbriefservice.de)

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn wir in diesen Tagen auf Weihnachten zugehen, spüren viele von uns eine besondere Mischung aus Vorfreude und Sehnsucht. Das Licht, das in der Heiligen Nacht aufstrahlt, erreicht uns oft gerade dort, wo wir es am nötigsten haben: mitten in unserem Alltag, mit seinen Freuden und Sorgen. Gott kommt nicht mit Macht und Pracht, sondern als Kind – zerbrechlich, anvertraut den
Händen von Maria und Josef.

Vielleicht liegt genau darin die größte Botschaft von Weihnachten: Gott traut uns etwas zu. Er schenkt uns sein Vertrauen und lädt uns ein, dieses Vertrauen weiterzugeben.

Mit dem Beginn des neuen Jahres stehen wir wieder an einer Schwelle. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, aber wir dürfen sicher sein, dass Gott uns begleitet. Deshalb ist der Jahreswechsel für mich immer ein Moment der Dankbarkeit und zugleich der Hoffnung. Möge das neue Jahr für uns alle ein Jahr werden, in dem Gottes Nähe spürbar wird – im Großen und Kleinen, in unseren Familien, in unserer Gemeinde und an all den Orten, an denen wir Verantwortung tragen.

Ein besonders schöner Akzent dieser Zeit ist das Fest der Erscheinung des Herrn. Die Weisen aus dem Morgenland machen sich auf den Weg, weil sie einem Stern folgen – einem Zeichen der Sehnsucht, der Suche und des Glaubens. Sie erinnern uns daran, dass jeder Mensch einen eigenen Weg zu Gott hat. Und sie zeigen: Wer sich auf den Weg macht, wer offen bleibt für Gottes Zeichen, der wird geführt. Vielleicht können auch wir in diesen Wochen neu entdecken, welcher „Stern“ uns leitet und welche Wege Gott uns zeigt.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit, stille und frohe Feiertage, und ein neues Jahr voller Vertrauen, Hoffnung und Gesundheit.
Der Stern von Bethlehem möge Ihr Leben erhellen, und der Segen Gottes begleite Sie durch die kommenden Wochen.

Ihr Pastor Tobias Spittmann