Ergebnisse Themenabend „Urteilen“ (27.10.16)

1 Wie kann eine Pastoral aussehen, die sowohl den Menschen in der Stadt als auch im ländlichen Bereich gerecht wird?

  • die Pastoral sollte möglichst alle, die zum PV gehören im Blick haben (nicht nur Kerngemeinde)
  • Vernetzung (wechselseitig Orte ↔ Stadt) z.B. Sommerkirche
  • Ortsgemeinschaften dürfen durch zu große Einheiten bei der Sakramentenvorbereitung (Erstkommunion/Firmung) nicht verloren gehen
  • Angst nehmen vor Veränderung
  • „Heimat“ haben
  • Bezug zur eigenen Gemeinde haben (besonders Kinder und Jugendliche)
  • Bereiche geben, die in den Gemeinden bleiben
  • Stadt à mehr Angebote à Vielfalt erzeugt auch Angst
  • nicht alles zentrieren

 

Erkenntnisse:

  • die Grundbedürfnisse für Menschen im Dorf oder der Stadt sind gleich
  • es ist schwer bei dem gerecht zu werden
  • B. in der Stadt gibt es Zielgruppen, die es auf den Dörfern nicht gibt: Studenten, Touristen, Neuzugezogene
  • Pastoral darf und muss bunt sein
  • Eigenständigkeit und Eigenverantwortung stärken, fördern und wertschätzen
  • Vernetzung! fördert Transparenz, neue Blickwinkel, individuelle Glaubenserfahrungen

 

2 Was bewegt die Menschen im PV Corvey im Bezug auf Kirche?

  • Tradition und Form
  • Brauchtumspflege
  • Schützenverein
  • Kirchturmdenken +/-
  • Nichts !
  • Trauer und Sorge, wie es in der Heimatkirche weitergeht
  • Spannung zwischen unterschiedlichen Gestaltungsformen in der Liturgie
  • Engagement in der Flüchtlingsfrage
  • Hilflosigkeit in traditionellen Glaubensfragen
  • Antworten auf Lebensfragen
  • Antworten auf Glaubensfragen
  • Bewirken Gebete überhaupt etwas?
  • Langsamkeit der Entscheidungen bei den Hauptamtlichen
  • Seelsorgliche Begleitung wird eingefordert  Trauer
  • Wer ist überhaupt für mich da? (Zuständigkeit)

 

 

Erkenntnisse:

  • In einer ‘formlosen‘ Zeit gibt die Kirche im PV Corvey eine Form für wichtige Lebensereignisse (auch unabhängig vom theol. Inhalt)
  • Individualisierte Gestaltungsformen in den Blick nehmen
  • Positive Glaubensbotschaften an die Menschen im PV Corvey senden (Gott hat auch den PV Corvey im Blick!)
  • Der biblische Glaube muss noch mehr erklärt werden
  • Positiver und ehrlicher Umgang
  • Fester Seelsorger vor Ort / Feste Sprechstunden

 

3 Wie stelle ich mir charismensorientierte Pastoral vor?

  • Charismen entdecken, öffnen, (Mut) zusprechen, vernetzen, sich auf Neues einlassen
  • Für Charismen Raum schaffen, Wertschätzung
  • Voraussetzung: sich lösen, entspannen
  • Wahrnehmen, entdecken
  • Gespür für andere Menschen haben
  • Nicht festgelegt sein
  • „Klimawandel“ Ausstrahlung, Wirkung

Erkenntnisse:

  • Sich Offenheit bewahren (Neugier, Entdeckerfreude)
  • Positive Grundhaltung/Wohlwollen ist erforderlich
  • Charismen nicht verzwecken, erzwingen

Ergänzungen aus dem Plenum:

  • Bunte Vielfalt von Möglichkeiten (wird kommen und sein dürfen)

 

4 Wozu bist du da Kirche im PV Corvey?

  • Gemeinschaft (> Gruppen) und Seelsorge (> Individuen/Begleitung an Lebenswendepunkten und in Grenzsituationen) und Spiritualität (Gottesbegegnung ermöglichen)
  • Glaubensvermittlung: authentisch vorleben und auf die Leute zugehen
  • Teil einer pluralistischen Gesellschaft sein/Offenheit für andere Religionen
  • Soll Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes sein
  • Ermutigung und Ausbildung Ehrenamtlicher
  • Die Botschaft Christi im Alltag leben; christlich-soziales Denken an jüngere Generationen vermitteln
  • sichtbar und Ansprechbar sein
  • Begleitung auf dem Lebensweg
  • Caritative (auch materielle) Hilfe
  • „den Menschen da abholen, wo er steht“

Ergebnisse:

  • Gemeinschaft/Seelsorge/Spiritualität/Glaubensvertiefung
  • Präsenz in der Öffentlichkeit (vor Ort)
  • Christsein authentisch vorleben
  • Christlich-soziales, caritatives Engagement
  • Angebot für alle Menschen

 

5 Wie gelingt es uns, die Kirche für junge Menschen attraktiv zu machen?

  • Es gibt Angebote, aber es kommt keiner
  • Glaubensschwund sichtbar, aber noch keine Idee, wie es angefangen werden soll à es fängt in der Familie an
  • Jugend stärken
  • Es gibt zu viele Vereine und Gruppen à Kirche nicht Mittelpunkt
  • Raum für Diskussion geben
  • Angebote für „Ruhe / Pausen“ machen
  • Kirche muss auf Menschen zu gehen
  • Kirchenmusik selbst gestalten
  • Kirche in der Schule (überkonfessionell) (z.B. Übergang 4./5. Klasse, Abitur, Arbeiten etc.) à Meditationsraum
  • Wo zwei oder drei

Erkenntnisse:

  • Glaubensweitergabe beginnt in der Familie
  • Auf Menschen zugehen, ohne Erwartung
  • Positive Erfahrungen sammeln
  • Es braucht einen langen Atem
  • Kleine Gruppen sind OK
  • Beziehung schaffen
  • Wertschätzung

Ergänzungen aus dem Plenum:

  • Auf die Lebenswelt von Jugendlichen schauen
  • Beziehung schaffen, Wertschätzung
  • Dahin gehen, wo die Jugendlichen sind
  • Schwellenängste (gilt allgemein)

 

6 Was brauchen wir im PV Corvey nicht mehr?

  • Keine Grenzen zwischen den Gemeinden und Menschen
  • Keine Messe zur gleichen Zeit in jedem Ort à Mobilität
  • Beichtstuhl (stattdessen Räume für Beichtgespräche)
  • Es braucht nicht alles in jedem Ort
  • Es gibt noch zu viel Messen
  • Das Gemeindeleben darf nicht von Hauptamtlichen abhängig sein
  • Verkrustete Strukturen

Erkenntnisse:

  • Die Grenzen zwischen den Ortschaften müssen fließender werden – auch in der Gremienarbeit
  • Mut auf andere Menschen und Gemeinden zu zugehen
  • Das Gemeindeleben darf nicht von Hauptamtlichen abhängig sein
  • Gemeinschaft leben lernen (Beispiel: Gemeinde am Knüll)

 

7 Wie sollte sich der PV Corvey zukünftig strukturieren?

  • Zusammenschluss (Gemeinden)
  • Ohne PGR und KV gehen Strukturen in den Ortschaften und Gemeinden verloren
  • Beförderung von Menschen zu…
  • Gremienzuschnitt (Zusammenschluss PGR und KV? Aufgaben?)
  • Zusammenarbeit der Kitas fördern
  • Öffentlichkeit
  • Projektmenschen- EA für Gremien finden
  • Bei Fusion ziehen sich EA zurück
  • Gemeinsamer PGR
  • Immobilienstruktur (Kirchenraum) à Begegnungszentrum (Dorfmittelpunkt)
  • Orte für zentrale Themen finden…

Erkenntnisse:

  • Eigenverantwortung ist wichtig in Zukunft!
  • Definieren von übergreifenden Themen! – Koop. Felder
  • Stärkere Zusammenarbeit der Gremien KV und PGR
  • Immobilienstruktur erstellen – für zentrale Aufgaben und Themen
  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Wenn sich keine EH mehr für den PGR und KV finden, dann müsste eine Fusionierung in den Blick kommen

 

8 Wie stellen wir uns eine künftige Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen vor?

  • Fester Ansprechpartner
  • Zu große Belastung für die Ehrenamtlichen à Entlastung durch Hauptamtliche, öffentliche Angestellte und Fachkräfte
  • Transparente Kommunikation
  • Vereine mit ins Boot holen
  • Ausbildungen
  • Kurze Wege und Fristen
  • Wortgottesdienste, Schwerpunkte (?)

Erkenntnisse:

  • Gefahr: Das derzeitige System hat keine Zukunft!
  • Hauptamtliche „Verwalter“ als Ansprechpartner für HA und EA – Koordinator
  • Mehr Ehrenamtliche

 

Diese Ergebnisse werden in Pastoralverbundsrat und Finanzausschuss beraten und fließen in die 2017 zu erstellende Pastoralvereinbarung ein.