Geistliches Wort

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06.11.19

Bildnachweis: Peter Weidemann; www.pfarrbriefservice.de

 

   „Ich bin froh,
dass Du hier bist!“

 

 

Liebe Christen,

in diesen Tagen muss ich besonders an meine 97-jährige Oma denken, die durch ihre Krankheit an das Bett gefesselt ist. Es geht ihr nicht gut und ich sehe ihr an, wie sie einerseits ängstlich um ihr Leben kämpft, um wieder auf die Beine zu kommen und andererseits vertrauensvoll und zufrieden auf ein langes Leben mit Höhen und Tiefen schaut. Bei einem meiner Besuche sagte sie mir: „Ich bin froh, dass Du hier bist!“ Dieser Satz geht mir nahe und zeigt mir, wie wichtig es ist, einfach da zu sein und Nähe zu schenken!

Menschen leben und heilen durch die Begegnung mit anderen Menschen –  ein Blick in das Leben Jesu zeigt, dass Menschen sich allein durch seine Nähe verändert haben. Wir denken in diesen Tagen besonders an den Heiligen Martin und die Heilige Elisabeth, die genau dieser Aufforderung Jesu gefolgt sind. Sie haben sich ohne Wenn und Aber für notleidende Menschen eingesetzt.

Vielleicht können wir uns in dieser dunklen und kalten Jahreszeit ganz bewusst Zeit nehmen für Menschen, die uns brauchen, die Angst haben oder allein sind. Vielleicht können wir auch ganz bewusst eine Kerze entzünden auf dem Friedhof, in der Kirche oder der Krankenhauskapelle. Folgen wir den Spuren Jesu und schenken Menschen unsere Nähe, damit unsere Welt wieder etwas menschlicher wird!

Ihre Gemeindereferentin

Marion Dinand