Geistliches Wort

g

22.06.19

Wenn katholische Christen dieser Tage
mit der Fronleichnamsprozession gehen, dann wollen sie

… das Weite suchen, denn sie verlassen den ummauerten Raum und machen sich und anderen klar, dass Christsein nicht zuallererst in der Kirche oder in kirchlichen Räumen stattfindet, noch dazu der Glaube kein einengendes, kleinkariertes Regelwerk ist, sondern uns mit dem Auftrag des Evangeliums und des heiligen Augustinus („liebe – und dann tu was du willst“) in die weite Welt und zur Freiheit der Kinder Gottes führt.

… voranschreiten, denn das lateinische Wort „Prozession“ kommt von „procedere“ und heißt: vorwärtsgehen, voranschreiten, fortschreiten. Wer also eine Prozession veranstaltet oder daran teilnimmt, darf nicht auf der Stelle treten, sondern muss fortschreiten. Kirche muss sich weiter entwickeln. Das Christentum muss Schritt halten mit den Menschen oder zumindest beweglich bleiben, um immer neue Wege zu finden, sich der Welt auch außerhalb der Kirchenmauern mitzuteilen.

… Christus hochhalten, denn mit dem Leib Christi, den wir in der Monstranz hochhalten, machen wir deutlich, dass er das Allerheiligste, für uns so wichtig wie das tägliche Brot, ein wirkliches Lebensmittel ist. So positionieren wir uns gegen eine falsch verstandene Toleranz, der jeder Glaube gleich gültig ist und gegen alles, was Christus und seiner Frohen Botschaft widerspricht.

Fronleichnamsprozessionen 2019:

Das Weite suchen. Voranschreiten. Christus hochhalten.

Herzliche Einladung und einen lieben Gruß von

Pastor Frank Grunze