Geistliches Wort

14.07.17

Schrecken ohne Ende. Die Welt lebt im Terror, immer herrscht irgendwo Krieg; sie scheint wehrlos. Welche Gewalttaten, welche Schrecken erwarten uns noch? Welcher böse Geist hat die Welt überfallen, oder fragen wir richtiger: Warum haben wir die bösen Geister zugelassen oder gar gerufen? Wo der böse Geist herrscht, wo es Ungerechtigkeit gibt, wo die Feindschaft und der Hass blühen, herrscht die Gewalt.

Wir setzen dagegen auf den Geist Gottes. Auf seinen guten Geist. Im nächsten Jahr möchte Gottes Geist spürbar zu uns in der Handauflegung und der Salbung kommen. Weihbischof Dominicus Meier aus Paderborn wird den Firmbewerbern aus unseren Gemeinden die Hände auflegen und sie dabei an den Anfang erinnern, wo sie von ihren Eltern und von Gott liebevoll angenommen werden. Wir werden sie dabei auch an das Ende verweisen, wo wir ihr Leben mit dem gleichen Zeichen in die Hände Gottes zurücklegen. Aber wir werden sie vor allem für das Leben dazwischen, für das Leben als Christ, als Christin ermutigen, dass sie in Zärtlichkeit und Kraft den Weg des Glaubens gehen.

Wir werden unsere Firmbewerber mit dem heiligen Öl salben und noch einmal die Brücke schlagen über den Strom des Lebens von der Taufe bis zur Krankensalbung. Wir werden sie mit unserer Zuwendung ausstatten, dass sie über diese Lebensbrücke gehen können; dass sie die Spannungen aushalten, die Abgründe überwinden, die Ängste zurückstellen können. Wir werden sie mit unserem Leben und unserer Liebe ausstatten, die aus der Liebe Gottes, aus seinem Geist kommen. Zärtlicher und kraftvoller Glaube, das ist kein Widerspruch. Wir geben dem guten Geist, wir geben der positiven Energie einen Raum.

Im Namen des Pastoralteams und aller Mitarbeiter wünsche ich Ihnen eine erholsame Ferienzeit.

Carsten Sperling