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Im Zeichen der Auferstehung

Verlieren kann man vieles. Die Brieftasche, den Schlüssel, das Handy, die Uhr. Das ist oft ärgerlich und frustrierend. Wir suchen und fragen und lassen nicht locker, bis wir es vielleicht wiederfinden. Manchmal führt uns die Suche auch in ein Fundbüro. Von einem Fundbüro der besonderen Art habe ich vor kurzem gelesen. Zwei Schweizer Künstler eröffneten in Zürich ein Fundbüro für Immaterielles. Mit ihrer Aktion wollten sie die
Menschen anregen, über den Wert immaterieller Güter nachzudenken.
Verlieren kann man nämlich auch die Hoffnung, die Selbstachtung, den Mut, den Halt im Leben, den Glauben, das Vertrauen.

Tatsächlich suchten (auch junge) Menschen dieses Fundbüro auf und erfuhren dort, wie heilsam es ist, reden zu können über Ängste, Verluste, Hoffnungen. Wie wohltuend es ist, wenn Menschen einfach nur zuhören, ohne etwas zu wollen oder zu erwarten.
Sind das nicht „Ostererfahrungen“ – heute – ganz konkret? Erfahrungen, die Menschen auf-atmen und aufleben lassen, die neue Hoffnung, neues Vertrauen und neuen Mut schenken!
In den Osterevangelien hören wir von erschrockenen, verstörten,
weinenden Menschen, die ihren Halt, ihre Hoffnung, ihren Herrn, ihren Weggefährten und Freund Jesus verloren haben.
Sie wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Aber sie suchen. Sie suchen und fragen, wollen verstehen, machen sich mit Gleichgesinnten auf den Weg. „Was sucht ihr<?“ hören die Frauen am Ostermorgen in der Grabkammer (Lk 24,5). „Wen suchst du<?“ hört Maria Magdalena am Ostermorgen im
Garten (Joh 20,15). „Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?“ hören die beiden Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus (Lk 24,17). Die Begegnungen, die Antworten werden ihre Trauer, ihre Verlorenheit, ihren Blick auf den Tod und auf das Leben verändern.
Von den Frauen am Ostermorgen kann ich lernen, suchend in die Osternacht zu gehen. Suchend nach Worten und Zeichen, die neue Hoffnung, neues Vertrauen, neuen Glauben in das Leben hier und heute säen.
Mögen die Ostertage für Sie zum „Fundbüro“ der ungeahnten
Möglichkeiten Gottes für Ihr Leben werden.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest im Namen des ganzen
Pastoralteams wünscht Ihnen von Herzen
Marie-Luise Bittger

Optimismus ist in seinem Wesen………

Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren.“  (D. Bonhoeffer)

Noch immer dauert die Osterzeit, eigentlich endet sie ja auch nie. Denn Ostern ist der Ausgang, der Ursprung einer Entwicklung, die einen völlig neuen Horizont, eine neue Zukunft eröffnet.

Wenn wir erfahren haben, dass der ans Kreuz Genagelte aus Tod, Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit herausgekommen und auferstanden ist, sagt  das gleichzeitig, dass  dieses Geschehen uns selbst in die Zukunft des Gehängten führt, wir nicht mutlos und rückwärtsgewandt, nicht schwächlich und zögerlich, sondern energisch und  zuversichtlich anpacken.

Hier könnte uns ein Blick auf die Geschichte der ersten Christen hinreichend illustrieren, wie aus hoffnungslosen Menschen von einer Botschaft Ergriffene und Überzeugte wurden.

Was änderte sich? Jesus führte Menschen zusammen, nicht in die Vereinzelung. Er machte aus „schwachen“ Menschen einsatzfähige Mitstreiter, schickte sie in unbekanntes Neuland, denn sie blickten mit Optimismus und Begeisterung in die Zukunft, obwohl sie immer wieder Anlass gehabt hätten, sich aus dem Staub zu machen.

Dietrich Bonhoeffer: „Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren. Eine Kraft, den Kopf hoch zu halten, wenn alles fehlzuschlagen scheint, eine Kraft, Rückschläge zu ertragen, eine Kraft, welche die Zukunft niemals dem Gegner überlässt, sondern sie für sich in Anspruch nimmt. Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“

Diakon Dreker

Ihr Diakon Dreker

 

„Brannte uns nicht das Herz … „

„Brannte uns nicht das Herz
in der Brust,
als er unterwegs mit uns
redete?“

(aus Lukas, 24, 13-35)

 

Liebe Christen!

„Wie geht das eigentlich mit der Auferstehung Jesu?“ fragte mich jetzt ein Schüler aus dem dritten Schuljahr. Können Sie die Frage beantworten?

In diesen Tagen feiern wir Ostern. Letztendlich bleibt die Frage nach der Auferstehung auch noch im 21. Jahrhundert ein Geheimnis, dass wir mit unserem bloßen Verstand und der Naturwissenschaft nicht erklären können. Wir können sie nur glauben und uns durch den Glauben Hoffnung auf ein ewiges Leben schenken lassen.

Vieles, sehr vieles kann mit unserem heutigen Wissen bewiesen und erklärt werden. Aber der Grund in unserem Leben bleibt weiterhin ein Geheimnis, welches wir nur Glauben können.

Oder können Sie erklären, warum Sie gerade ihren Mann
oder ihre Frau lieben? Sicherlich können wir Eigenschaften nennen, die wir an unserem Partner oder unserer Partnerin schätzen, aber der Grund unserer Liebe bleibt ein Geheimnis.

Mit der Auferstehung ist es ähnlich. Die Emmausjünger beschreiben die Erfahrung der Auferstehung Jesu mit den Worten: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete?“ Der Blick der Liebe sagt uns: „Jesus ist mitten unter uns!“ Und in der Eucharistiefeier gehen uns die Augen auf und Jesus begegnet uns mitten im Herzen.

Ostern macht uns Mut und fordert uns auf, uns auf die Liebe Gottes einzulassen!

Im Namen des gesamten Pastoralteams wünsche ich Ihnen und Ihren Familien frohe und gesegnete Ostern!

 

Ihre Marion Dinand, Gem.Ref.

 

Mit Kindern und Familien Ostern entgegengehen

Feier der Ostertage in St. Peter & Paul, Höxter

 

Im Osterfest wird die zentrale Aussage des christlichen Glaubens sichtbar gefeiert: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. 

Und dennoch – zum Licht gehört auch das Dunkel: Jesus wird von einem seiner Freunde verraten, seine besten Freunde verlassen ihn, er wird gefangen genommen, verhört, verurteilt und gekreuzigt – unschuldig! 

In diesem Jahr möchte der Pastoralverbund Corvey die Ostertage – besonders für Familien – in der Kirche von St. Peter & Paul (Stephanusstraße 11) in Höxter erlebbar machen. Musikalisch werden diese Tage durch die Gruppe „Come together“ gestaltet. Los geht es am Gründonnerstag um 19.00 Uhr mit der „Feier des letzten Abendmahls Jesu“. 

Am Karfreitag beginnt der Gottesdienst zur Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu um 14.15 Uhr. Die Feier der Auferstehung Jesu Christi beginnt am Ostersonntag bei Sonnenaufgang um 06.00 Uhr. Bei den Gottesdiensten möchte das Vorbereitungsteam versuchen, traditionelle Abläufe und Symbole neu zu erschließen. 

Herzliche Einladung an alle Interessierte!

Das Kreuz im Feuer der Begeisterung

Osterkerze 2017 in St. Peter und Paul Höxter

Das Kreuz steht nach der Auferstehung im Feuer, doch es verbrennt nicht. Durch die Kraft Gottes bildet es selbst die größte Flamme des Osterfeuers, wird Zeichen für die Kraft Gottes. In der für diese Kraft rot gestalteten Flamme steht das Kreuz in goldener Farbe, was zeigt, dass das Kreuz in diesem Moment wertvoll wird: Jesus hat den Tod bezwungen, das Werkzeug seines Leidens wird zum Siegeszeichen! An seinen Seiten kommen im Feuer zarte neue Triebe hervor. Sie zeigen das neue Leben, das nun beginnt, die wachsende Begeisterung, von der auch wir uns immer wieder anstecken lassen und die Botschaft der Auferstehung weitergeben sollen. Dieses Feuer in uns verliert niemals an Kraft, es wird von Gott immer wieder genährt. Daher entspringen oben Feuerzungen, die in den Himmel aufgehen. Sie tragen die Zeichen für Jesus Christus, das A und das O. Er ist der Anfang und das Ende. Um seine Jünger damals wie heute mit derselben Kraft Gottes zu stärken, die die Auferstehung selbst bewirkt hat, hat er zu allen Zeiten an Pfingsten den heiligen Geist gesandt. Die Feuerzungen des Osterfeuers, die in der Nacht der Auferstehung Jesu in den Himmel steigen, kommen von dort zu Pfingsten auf uns zurück und stärken uns für unseren Auftrag, die Frohe Botschaft in der Welt zu verkünden. Er wird immer bei uns sein!

(Karen Wolf)

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir frohe und gesegnete Ostertage
Ihr
Pastoralteam und
die Pfarrgemeinderäte im PV Corvey

Der HERR ist auferstanden ……

Liebe Christen!

„Ihr fragt, wie ist die Auferstehung der Toten?
… Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, wann ist die Auferstehung der Toten?
… Ich weiß es nicht.
Ihr fragt, gibt es die Auferstehung der Toten?
… Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, wonach ihr nicht fragt:
Die Auferstehung derer, die leben!
Ich weiß nur, wozu ER uns ruft:
Zur Auferstehung heute und jetzt!“

von Lothar Zenetti

DinandJesus Christus möchte uns mit seinem Leiden und seiner Auferstehung wachrütteln. Er möchte, dass auch wir das Leid und den Tod überwinden und mit neuer Kraft leben.
Lassen wir uns in diesen Kar- und Ostertagen anstecken zu einem Leben in Fülle:

Wagen wir den ersten Schritt zur Versöhnung!
Befreien wir uns aus falschen Abhängigkeiten!
Nehmen wir uns Zeit für ein neues Projekt!
Lassen wir Altes hinter uns,
damit Neues in uns wachsen und reifen kann!

Im Namen des gesamten Pastoralteams wünsche ich Ihnen und Ihren Familien frohe und gesegnete Kar- und Ostertage!
Ihre Gemeindereferentin Marion Dinand