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Lightroom…der etwas andere Gottesdienst

Start eines modernen Gottesdienst-Projektes in Fürstenau

Mit dem Gottesdienst – Projekt „Lightroom“ möchte der Pastoralverbund Corvey einen neuen Treffpunkt für die Begegnung mit Gott anbieten. Lightroom tut dies ganz schlicht in der Gestaltung und einfach in der Verständlichkeit. Die Themen sind dem konkreten Leben junger Menschen entnommen. Was sie bewegt, ermutigt oder traurig macht, soll zur Sprache kommen. Musik und Licht spielen dabei besondere Rolle. Lightroom ist ein moderner Gottesdienst – etwas anders, etwas bunter und mit interessanten Gästen, die auf einem Sofa interviewt werden.

Friedhelm Ribberger aus Witten kommt am 03.12.2017 um 17.00 Uhr

Für den ersten Gottesdienst von „Lightroom“ am 03.12.2017 um 17.00 Uhr im Tambourheim in Fürstenau (Schreweweg 2) hat sich Friedhelm Ribberger angekündigt. Ribberger ist Vorsitzender von Nangina e.V. – Junge Menschen für die eine Welt. Im Gottesdienst wird er als erster Gast auf dem Sofa von seinem bekannten Projekt (www.nangina.de) berichten. Gemeindereferent Carsten Sperling vom Pastoralverbund Corvey freut sich mit seinem Team auf Ihren Besuch.

Am Anfang war das Licht

Ein Meer von Licht hüllt uns in diesen sommerlichen Tagen ein. Schon früh wird es am Horizont hell und erst kurz vor Mitternacht verdunkelt sich das Firmament wieder. Die Stimmung unter den Menschen ist gut. Gemüter werden, wenn sie nicht durch harte Schicksalsschläge gedemütigt wurden, aufgehellt und zeigen sich vielfach in frohen Gesichtern, denen wir in diesen Tag in reicher Zahl begegnen.
Licht, ein Lebenselixier, gibt uns in seiner Alltäglichkeit und Vertrautheit, wenn der Mensch versucht, es genauer zu erforschen, eine Fülle von Rätseln auf. Es erscheint als Welle und gleichzeitig wie ein Strahl. Die Lichtstrahlen werden in den Tiefen des Alls gekrümmt und gebeugt. Licht treibt die Photosynthese an und beschert uns damit einen Planeten, auf dem es von Leben wimmelt.
Licht taugt hervorragend als Metapher, als Umschreibung für die Kraft, die den Motor und den Ursprung allen Leben antreibt. In Anlehnung an das Johannesevangelium möchte ich in die Welt rufen:
Am Anfang war das Licht!
Ein großartiger Gedanke, der Philosophen wie Naturwissenschaftler gleichermaßen antreibt. In den letzten Monaten wurde in unser Kleinstadt Höxter viel gegraben. Glasleiter verschwanden unter Bürgersteigen und Straßen. Durch sie wird Licht strömen und auf diese Lichtstrahlen werden Informationen modelliert. Leben wir doch in einer Informationsgesellschaft. Alles dreht sich um Information und schnell soll sie fließen. Informationen in denen sich das Leben selbst vorstellt, finden wir bei Licht besehen, in den Begegnungen von Mensch zu Mensch, von Person zu Person. Ein Alltagswort
führt dieses vor Augen. »Du bist die Sonne meines Lebens.« Wie viel Zuneigung und Lebenswahrheit steckt in solch einem Wort? Dahinter verbirgt sich unermesslicher Geist und ich möchte sagen: Hinter dem Leben steckt göttliche Kraft, zeigt sich Gott in seinem Wesen als nahbarer und wahrnehmbarer Sonnenschein meines Lebens. Ich spreche hier von gewonnener Erfahrung, die ich persönlich gemacht habe. Und ich denke, dass dieses allen Menschen, die mit Licht in Berührung kommen, möglich ist, immer dann, wenn in den dunklen Abschnitten und verstörenden Schicksalsschlägen des Lebens Heilung und Vergebung stattfindet.
Ein kurzes Gebet möchte ich Ihnen ans Herz legen, in der Hoffnung, dass es die sonnigen Erfahrungen, die wir machen dürfen, winterfest heranreifen lässt.
Gott,
In dir ist Licht, in dir ist Leben.
In dir ist Kraft, in dir ist Gnade.
In dir ist Versöhnung, in dir ist Vergebung.
Ihr Markus Röttger, Klinikseelsorger