Gott hat einen Anrufbeantworter

     Gott hat einen Anrufbeantworter 

Mit dem Aschermittwoch beginnt die
Fastenzeit. Zur Fastenzeit gehört nicht nur der Verzicht auf körperliche Nahrung. Wir sollen wieder mehr mit Gott ins Gespräch kommen; unser Leben im Zwiegespräch mit Gott betrachten.

Haben Sie schon mit Gott
gesprochen? Was hat er Ihnen heute mitgeteilt? Was haben Sie Gott heute gesagt?

Sprechen mit Gott. Wenn es nur so einfach wäre…man wählt eine Telefonnummer mit seinem Smartphone und schon geht der liebe Gott ran. Dann könnte ich endlich alles loswerden, was ich ihm schon lang mal sagen wollte: Warum muss es auf dieser Welt so ungerecht zugehen? Oder warum habe ich es in meinem Leben manchmal so schwer? Wo ist der Sinn in meinem Leben?

In den Niederlanden hat ein Künstler vor Jahren eine Mobilfunknummer unter dem Namen >>Gott<< einrichten lassen. Er sagt: „Anrufer sollen die Gelegenheit haben, direkt mit Gott zu sprechen.“ Ein schönes Versprechen, aber wie gesagt: Wenn es nur so einfach wäre. Jedenfalls meldet sich unter dieser Nummer eine Stimme: >> Sie sprechen mit Gott. Im Augenblick bin ich nicht anwesend. Hinterlassen Sie ruhig eine Nachricht oder rufen Sie später noch einmal an. Und möglicherweise werden Sie dann erhört. <<

Der Künstler erklärt die Aktion so: „Der Ansagetext soll Menschen ermutigen, ihre Gedanken zu ordnen und zu formulieren. Das ist auch eine Form des Gebets.“

Was kann ich nun von dieser Aktion lernen? Sagen wir es so: Wenn ich bete, dann kann ich mit Gott so sprechen, als wenn ich mit einem guten Freund / einer guten Freundin telefoniere. Ich kann ihm erzählen, wie’s mir geht. Oder ich kann mich auch mal ausheulen. Allerdings: Eine direkte Antwort darf ich von Gott nicht erwarten. So ähnlich wie beim Anrufberater. Und: Es klappt sogar ohne Funknetz. Ein einfaches Gebet kann ich immer und überall sprechen – auch in einem Funkloch.

Herzliche Segensgrüße

Carsten Sperling, Gemeindereferent